„Herr, öffne meine Lippen, …“ – Laudes in der Krypta

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„Herr, öffne meine Lippen, ….“                                                                                                          

erklingt es jeden Mittwochmorgen um 07:30 Uhr in der Krypta. Mit diesen Worten eröffnet der Vorsänger die Laudes. „… damit mein Mund dein Lob verkünde“, stimmt daraufhin die Gruppe der „Laudatoren“ ein. Seit im Jahr 2010 der damalige Kirchengemeinderat und Chorsänger Günter Fehrenbach die Initiative dafür ergriff, ist sie fester Bestandteil der Albertus-Gottesdienstreihe. Etwa 10 „Laudatoren“ zählt derzeit diese Gruppe, die sich regelmäßig jede Woche zum 20-minütigen morgendlichen Singen und Beten im Halbkreis um den Altar versammelt. Die „Laudes-Mesnerin“ Hildegard Bischof hat zuvor die Kerzen angezündet und den Raum erhellt. Wenn dann noch die aufgehende Sonne ihre Strahlen durch das runde Auferstehungs-Fenster hinter dem Altar scheinen lässt, dann wird der Gebetsraum und die Feier zusätzlich von einer besonderen Atmosphäre und Spiritualität geprägt.

In der Laudesvorbereitung und -leitung wechseln sich Alexandra Kohl und Dieter Speck ab. Nach dem Introitus folgt meist ein an das Tagesthema oder die Lesung angepasstes Lied aus dem Gotteslob. Der Psalm danach wird im Wechsel zwischen dem Vorsänger und den Laudes-Teilnehmern gesungen. Es folgt die Lesung, meist angepasst an aktuelle Fest- oder Gedenktage mit kurzen Gedanken dazu. Es schließen sich Fürbitten, das Vater unser, der Lobpreis des Zacharias, an Marienfesten auch das Magnificat, und zum Schluss der gemeinsame Segen an. Bevor die Gruppe wieder auseinander geht, folgt meist noch ein kurzer Plausch im Steinhöfle. Dabei spürt man, wie sehr das gemeinsame Singen und Beten am Morgen die Gruppe verbindet.

„Die Laudes am Mittwochmorgen gehört einfach dazu, auch wenn das Aufstehen manchmal schwer fällt.“ oder „Es ist einfach ein schöner, gelungener Tagesanfang und wenn ich mal nicht kann, dann fehlt mir was.“ Ein Teilnehmer hat es so formuliert: „Bei dene Gedanka zur Lesung hört mr emmer wiedr neue Sacha, do wird sogar a Text aus’m Alta Testament intressant!“ Es wurde auch lobend erwähnt, dass ohne das Mitwirken von Alexandra Kohl aus der St. Josef-Nachbargemeinde diese regelmäßig stattfindende Laudes nicht gewährleistet wäre. Die Laudes-Gruppe will dieses seit nunmehr fast 10 Jahren gepflegte Ritual des Stundengebets in St. Albertus weiterhin pflegen und bewahren und hofft, dass sich weitere Teilnehmer/innen zum Mitfeiern entschließen können.
Dieter Speck